Schneeglätte: Festgetretener Schnee

Um 8 Uhr liegt lockerer Pulverschnee auf dem Gehweg. Um 10 Uhr sind hundert Menschen darüber gelaufen. Um 12 Uhr ist aus dem weichen Schnee eine harte, glänzende Rutschbahn geworden.

Schneeglätte ist Glätte durch festgetretenen oder festgefahrenen Schnee. Der Druck von Schuhen und Reifen presst den Schnee zusammen. Er wird kurz flüssig und gefriert zu einer glatten Schicht. Laut Deutschem Wetterdienst ist Schneeglätte die Glättart, die man am leichtesten erkennt. Verhindern lässt sie sich am einfachsten durch frühes Räumen.

Schneeglätte: festgetretener Schnee auf einem Gehweg

Wie Schneeglätte entsteht

Frischer Neuschnee ist locker. Zwischen den Flocken ist viel Luft. Man sinkt ein, rutscht aber kaum. Das ändert sich, sobald Menschen darüber gehen. Jeder Schritt drückt die Flocken zusammen. Unter dem Druck schmilzt der Schnee an der Oberfläche kurz. Dann gefriert er wieder – jetzt als glatte, harte Schicht.

Der Prozess geht schnell. Auf einem belebten Gehweg reichen wenige Stunden. Das DWD-Wetterlexikon beschreibt diese Glättart ausführlich.

3 Gründe, früh zu räumen

Frühes Räumen ist der einfachste Schutz. Es spart Arbeit, Streugut und Ärger:

  • Lockerer Schnee lässt sich leicht schieben – festgetretener kaum noch
  • Wer früh räumt, verhindert die Glätte, statt sie später bekämpfen zu müssen
  • Die Satzung verlangt es ohnehin: unverzüglich nach Ende des Schneefalls

Wer zu spät kommt, hat ein doppeltes Problem. Die glatte Schicht klebt am Boden. Mit dem Schieber kommt man kaum dagegen an. Oft bleibt nur Streuen und Warten auf Tauwetter.

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Was die Essener Satzung verlangt

Die Straßenreinigungs- und Winterdienstsatzung gibt klare Zeiten vor. Schnee, der zwischen 7 und 20 Uhr fällt, muss unverzüglich nach dem Ende des Schneefalls weg. Was nach 20 Uhr fällt, muss werktags bis 7 Uhr, sonn- und feiertags bis 8 Uhr beseitigt sein. Die EBE rät: erst räumen, dann streuen.

Wer so räumt, lässt Schneeglätte gar nicht erst entstehen. Wer wartet, bis alle darüber gelaufen sind, verstößt nicht nur gegen die Satzung. Er schafft auch die Glätte, für die er später haftet.

Mitarbeiter im Winterdienst räumt mit dem Schneeschieber den Gehweg vor einem Backsteinhaus in Essen

Wenn die Schicht schon fest ist

Manchmal ist es zu spät. Der Schnee ist schon zur Eisschicht geworden. Dann hilft abstumpfendes Streugut, am besten scharfkantig wie Splitt oder Lavagranulat. Es verbeißt sich in der Oberfläche und gibt Halt. Salz ist auf Gehwegen in Essen grundsätzlich verboten.

Wird es milder, weicht die Schicht auf. Dann lässt sie sich mit einem Stoßeisen oder einem kräftigen Schieber lösen. Tipps zur Technik gibt der Ratgeber Schnee richtig räumen.

Achtung: Streuen Sie nie auf lockeren Schnee, ohne vorher zu räumen. Das Streugut wird mit dem Schnee festgetreten und bringt kaum Halt.

Schneeglätte und Haftung

Stürzt jemand auf festgetretenem Schnee vor Ihrem Haus, liegt der Vorwurf nahe: Es wurde nicht rechtzeitig geräumt. Liegt festgetretener Schnee auf dem ganzen Gehweg, spricht viel für allgemeine Glätte. Dann bestand die Pflicht zu räumen und zu streuen. Ohne Nachweis, wann Sie geräumt haben, stehen Sie schlecht da.

Geräumter und gestreuter Gehweg vor Backstein-Reihenhäusern in Essen nach Schneefall

Die richtige Technik

Schieben ist besser als Heben. Beginnen Sie an der Hauswand und schieben Sie den Schnee zum Rand des Gehwegs zur Fahrbahn. Räumen Sie bei viel Schnee lieber zweimal als einmal zu spät. Lassen Sie keine Schneereste in der Mitte liegen, denn genau die werden zuerst festgetreten. Halten Sie Gullys und Hydranten frei, damit Schmelzwasser später abfließen kann und nicht erneut friert.

Wer räumt, wenn Sie nicht können?

Früh räumen klingt einfach. Doch wer um 7 Uhr schon im Büro sitzt oder im Urlaub ist, kann es nicht. Mieter räumen oft erst am Abend. Gerade dann entsteht die Schneeglätte. Ein fester Dienst schließt die Lücke. Eine andere, oft übersehene Glättart ist die Reifglätte. Alle Glättearten im Vergleich zeigt der Ratgeber Die 6 gefährlichsten Arten von Glätte.

Häufige Fragen zu Schneeglätte

Was ist Schneeglätte?

Glätte durch festgetretenen oder festgefahrenen Schnee, der antaut und wieder gefriert.

Wie verhindere ich Schneeglätte?

Durch frühes Räumen, solange der Schnee noch locker ist.

Was hilft, wenn der Schnee schon festgetreten ist?

Scharfkantiges Streugut wie Splitt oder Lavagranulat, bei Tauwetter ein Stoßeisen.

Darf ich auf Schneeglätte Salz streuen?

Auf Gehwegen in Essen grundsätzlich nicht. Ausnahmen gelten nur bei Eisregen oder an gefährlichen Stellen, wenn abstumpfende Mittel allein nicht reichen – nie an Bäumen oder Grün.

Lockeren Schnee weg, bevor er zur Rutschbahn wird

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Fazit

Schneeglätte entsteht aus festgetretenem Schnee. Sie ist leicht zu erkennen und leicht zu verhindern – durch frühes Räumen. Wer wartet, schafft selbst die Glätte, für die er haftet. Ein Dienst, der früh kommt, nimmt Ihnen das ab. Mehr zu Preisen und Leistungen bei den Winterdienst-Preisen. Weitere Begriffe erklärt das Winterdienst-Lexikon.