Seit 24 Stunden schneit es ohne Pause. 30 Zentimeter liegen auf dem Gehweg, die Straßen sind dicht, Busse fahren nicht. Sie haben um 7 Uhr geräumt, um 11 Uhr wieder, jetzt ist alles erneut zu. Ihr Rücken schmerzt. Und die Wetter-App zeigt: Heute Nacht kommt Eisregen.
Ein Notfallplan bei Schneechaos beginnt mit Prioritäten. Nicht alles gleichzeitig, sondern das Wichtigste zuerst: der Zugang zum Haus, der Gehweg, Treppen und Gefälle. Schützen Sie sich selbst, denn Extremwetter überfordert Selbsträumer schnell. Informieren Sie Mieter, wer wann räumt. Und wissen Sie: Auch Dienstleister arbeiten dann nach Tourenplan und können nicht überall gleichzeitig sein. Ein Plan vor dem Winter macht den Unterschied.

Notfallplan bei Schneechaos: die Prioritäten
Bei Extremwetter schaffen Sie nicht alles. Das ist normal. Wichtig ist, dass Sie die gefährlichsten Stellen zuerst sichern. Diese Reihenfolge hat sich bewährt:
- Hauszugang: Haustür, Podest und Stufen. Hier gehen alle, und hier muss im Notfall der Rettungsdienst hinein.
- Gehweg: ein durchgehender, begehbarer Streifen. In Essen die vorhandene Breite bis 1,20 Meter.
- Treppen und Gefälle: Hier sind Stürze besonders gefährlich.
- Gullys und Hydranten: Die Satzung verlangt, dass sie frei bleiben. Bei Tauwetter und im Brandfall entscheidend.
- Weg zu den Mülltonnen: Die Stadt empfiehlt etwa 1 Meter Breite.
- Einfahrt und Parkplatz: zuletzt, wenn die Wege sicher sind.
Die genauen Pflichten stehen in der Straßenreinigungs- und Winterdienstsatzung der Stadt Essen. Mehr zu Treppen im Ratgeber Treppen und Rampen im Winter sicher halten.
Extremwetter überfordert Selbsträumer
Bei normalem Schneefall räumen Sie einmal und streuen. Bei Schneechaos räumen Sie drei-, vier-, fünfmal am Tag. Der Schnee ist schwer, die Haufen werden hoch, der Platz geht aus. Dazu Kälte, Dunkelheit und die Angst, selbst zu stürzen.
- Nasser Schnee wiegt schnell mehrere Kilo pro Schaufel.
- Wer ungeübt ist, überschätzt die eigene Kraft.
- Herz und Kreislauf werden bei Kälte zusätzlich belastet.
- Ein eigener Sturz macht Sie handlungsunfähig – mitten im Chaos.
Was passiert, wenn Sie selbst stürzen, erklärt der Ratgeber Eigener Sturz beim Räumen.
Wenn es richtig schneit, sind Sie nicht allein
Der Winterdienst räumt auch bei Extremwetter nach Tourenplan – zum festen Saisonpreis, ohne Zuschlag, Streugut inklusive.
Lieber persönlich? +49 201 45 875 433
Die Pflicht bei Extremwetter
Die Essener Satzung verlangt, dass Schnee unverzüglich nach dem Ende des Schneefalls geräumt wird. Bei Dauerschneefall heißt das: Sobald es aufhört, müssen Sie ran. Schnee, der nach 20 Uhr fällt, muss werktags bis 7 Uhr und sonn- und feiertags bis 8 Uhr beseitigt sein.
Die Rechtsprechung verlangt dabei nichts Unmögliches. Das OLG Hamm hat klargestellt, dass die Streupflicht nicht bedeutet, dass niemand mehr ausgleiten kann (21.12.2012, I-9 U 38/12). Die Pflicht hat Grenzen der Zumutbarkeit. Was niemand von Ihnen verlangen kann, erklärt der Ratgeber Grenzen der Streupflicht. Aber: Wer gar nichts tut, kann sich nicht auf das Chaos berufen.
Achtung: Dokumentieren Sie bei Extremwetter, wann Sie geräumt und gestreut haben. Fotos mit Uhrzeit helfen. Stürzt jemand, zeigt das, dass Sie getan haben, was möglich war.

Dienstleister arbeiten nach Tourenplan
Ehrlich gesagt: Bei Schneechaos kann auch der beste Winterdienst nicht überall gleichzeitig sein. Professionelle Dienste arbeiten nach einem Tourenplan. Sie fahren ihre Objekte in einer festen Reihenfolge an und wiederholen die Runde, solange es nötig ist.
- Der Unterschied zum Selbsträumen: Der Dienst ist vorbereitet, hat Personal, Geräte und Streugut.
- Er beobachtet das Wetter und plant die Einsätze danach.
- Jeder Einsatz wird dokumentiert – wichtig, falls es Streit gibt.
- Sie selbst müssen nicht in die Kälte.
Beim Winterdienst von GOTTSCHLING kostet das 39 € netto je laufendem Meter für die ganze Saison. Egal, ob der Winter 10 oder 50 Einsätze bringt. Ein Chaoswinter kostet Sie keinen Cent mehr. Für 20 Meter Gehweg sind das 780 € netto oder 928,20 € brutto – auch in einem Winter mit wochenlanger Schneedecke. Wer bei Schneechaos unter den Ersten sein will, wählt das Pluspaket: Ihre Flächen sind dann in der ersten Tour dabei, für 3 € netto je Meter mehr.
Kommunikation mit Mietern
Im Mehrfamilienhaus wollen alle wissen: Wer räumt? Wann? Was kann ich tun? Klare Informationen verhindern Ärger und Unfälle.
- Aushang im Treppenhaus: Wer ist zuständig, wie ist er erreichbar?
- Bei Extremwetter kurze Nachricht an alle Mieter: Der Dienst kommt, bitte vorsichtig gehen.
- Bitte an Mieter, Autos so zu parken, dass geräumt werden kann.
- Hinweis auf Dachlawinen und Eiszapfen: Bereiche unter dem Dach meiden.
- Ältere Mieter fragen, ob sie Hilfe brauchen, etwa beim Einkaufen.
Wer den Winterdienst auf Mieter übertragen hat, muss bei Extremwetter besonders kontrollieren. Die Kontrollpflicht bleibt beim Eigentümer. Mehr im Ratgeber Mieter räumt nicht: Was Vermieter jetzt tun können.
Dach, Bäume und Schneelast
Bei viel Schnee geht die Gefahr nicht nur vom Boden aus. Schnee rutscht vom Dach, Eiszapfen hängen an der Rinne, Äste brechen unter der Last. Die Stadt Essen empfiehlt, Eiszapfen und Schneeüberhänge am Gebäude zu entfernen. Steigen Sie dafür bei Schneechaos nicht selbst aufs Dach. Beauftragen Sie einen Fachbetrieb und sperren Sie gefährdete Bereiche am Boden ab. Mehr zur Haftung im Ratgeber Dachlawinen und Eiszapfen und im Lexikon unter Schneelast.
Den Notfallplan bei Schneechaos vor dem Winter anlegen
Ein Plan im Oktober ist Gold wert, wenn im Februar das Chaos kommt. Schreiben Sie auf:
- Welche Flächen haben Priorität?
- Wer räumt, wer ist Vertretung, wer ist zweite Vertretung?
- Wo liegen Streugut, Schieber und Stoßeisen – und reicht der Vorrat für mehrere Tage?
- Welche Telefonnummern brauchen Sie: Dienst, Nachbarn, Hausverwaltung?
- Wie informieren Sie Mieter?
- Wo lagern Sie den Schnee, wenn die Haufen hoch werden?
Der beste Zeitpunkt dafür steht im Ratgeber Der Winterdienst-Kalender. Weitere Planungshilfen, etwa für Urlaub und Feiertage, finden Sie im Winterdienst-Ratgeber.

Der beste Notfallplan: ein Vertrag im Oktober
39 € netto je laufendem Meter für die Saison – auch wenn der Winter zum Chaoswinter wird.
Direkt anrufen: +49 201 45 875 433
Häufige Fragen zum Schneechaos
Was sollten Hausbesitzer bei Schneechaos zuerst tun?
Prioritäten setzen: Hauszugang, Gehweg, Treppen und Gefälle zuerst. Danach Gullys, Hydranten und der Weg zu den Mülltonnen. Einfahrt und Parkplatz zuletzt.
Muss ich bei Dauerschneefall ständig räumen?
Die Essener Satzung verlangt das Räumen unverzüglich nach Ende des Schneefalls. Bei starkem Schneefall ist Räumen zwischendurch sinnvoll, damit der Schnee nicht festgetreten wird.
Haftet mein Winterdienst, wenn er bei Chaos später kommt?
Das hängt vom Vertrag und vom Einzelfall ab. Auch Dienste arbeiten nach Tourenplan. Die Einsatzdokumentation zeigt, wann geräumt wurde.
Was mache ich, wenn ich den Schnee nicht mehr schaffe?
Hilfe holen: Nachbarn, Familie oder einen Dienst. Schützen Sie sich selbst und dokumentieren Sie, was Sie getan haben.
Muss ich Eiszapfen am Dach entfernen?
Die Stadt Essen empfiehlt, Eiszapfen und Schneeüberhänge zu entfernen, damit niemand gefährdet wird. Fallen sie auf Passanten, kann eine Haftung entstehen.
Fazit
Ein guter Notfallplan bei Schneechaos heißt: Prioritäten setzen, sich selbst schützen, Mieter informieren und alles dokumentieren. Extremwetter überfordert Selbsträumer schnell, und auch Dienstleister arbeiten dann nach Tourenplan. Wer im Oktober einen Plan und einen Vertrag hat, steht im Chaos nicht allein da. Fordern Sie jetzt Ihr kostenloses Angebot an.