Ihr Haus steht in Heisingen, Bredeney oder Werden. Die Aussicht ist wunderbar. Nur im Winter wird der Gehweg vor der Tür zur Rodelbahn. Und die Nachbarn fragen sich jeden Morgen, ob der Postbote die Steigung heute schafft.
Winterdienst am Hang heißt: früher und häufiger räumen als in der Ebene. Auf Steigungen reicht schon wenig Glätte, damit jemand stürzt oder ein Auto rutscht. Die Stadt Essen zählt Stellen mit starkem Gefälle zu den gefährlichen Stellen. Dort erlaubt die Satzung ausnahmsweise auftauende Mittel, wenn abstumpfendes Streugut allein nicht reicht. Schmelzwasser läuft den Hang hinab und friert unten wieder – auch das gehört in Ihren Plan.

Winterdienst am Hang: Warum Steigungen so gefährlich sind
Auf ebener Fläche rutscht man und fängt sich oft wieder. Am Hang zieht die Schwerkraft mit. Wer bergab ausrutscht, stürzt nach vorn. Wer bergauf ausrutscht, fällt nach hinten auf den Rücken oder Kopf. Beides kann schwere Folgen haben.
- Der Bremsweg für Fußgänger ist länger – auch mit guten Schuhen.
- Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühle rollen weg.
- Autos kommen an Steigungen nicht hoch und rutschen an Gefällen in Einfahrten.
- Schmelzwasser fließt abwärts und bildet unten neue Eisflächen.
Was ein Gefälle im Sinne des Winterdienstes ist, erklärt das Lexikon unter Gefälle.
Essens Süden: Stadtteile auf den Ruhrhöhen
Essen ist nicht flach. Besonders im Süden steigt das Gelände von der Ruhr zu den Ruhrhöhen an. Einige Beispiele:
- Heidhausen: Hier liegt der höchste Punkt Essens mit 202,54 m ü. NN an der Preutenborbeckstraße.
- Byfang: Das Gelände reicht von rund 50 m am Ruhrufer bis rund 190 m in der Nähe des Byfanger Wasserturms.
- Heisingen: Der Ortskern liegt hoch, der Stadtteil fällt nach Süden zur Ruhr ab.
- Bredeney und Stadtwald: Beide liegen auf den Ruhrhöhen nördlich des Baldeneysees.
- Überruhr-Hinsel: Der Stadtteil liegt auf einem Hügel, der von rund 50 m auf rund 100 m ansteigt.
Auch Werden, Kettwig und Fischlaken haben durch die Lage an der Ruhr viele steile Straßen und Wege. Mehr zu den einzelnen Stadtteilen finden Sie unter Winterdienst in Heisingen, Winterdienst in Bredeney und auf der Übersicht zum Stadtbezirk IX (Werden/Kettwig/Bredeney).
Am Hang zählt jede Minute
Der Winterdienst kommt früh, bevor der erste Nachbar den Hang hinunter muss – und streut nach, wenn es wieder glatt wird.
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Salz am Gefälle: die Ausnahme in Essen
Auf Essener Gehwegen ist Salz grundsätzlich verboten. Die Satzung erlaubt es aber an gefährlichen Stellen, wenn abstumpfende Mittel allein nicht reichen. Die Stadt nennt als solche Stellen ausdrücklich Treppen, Passagen, Auf- und Abgänge von Brücken und Stellen mit starkem Gefälle.
- Die Ausnahme gilt nur, wenn Splitt, Sand oder Granulat allein den Weg nicht sicher machen.
- Sie gilt nie an Gehwegen mit Bäumen oder Begrünung.
- Salzhaltiger Schnee darf nicht auf Baumscheiben und Grünflächen.
- Salz sparsam und gezielt einsetzen, nicht flächig.
Den genauen Wortlaut lesen Sie in § 4 Abs. 3 der Straßenreinigungs- und Winterdienstsatzung der Stadt Essen.
Achtung: Gerade im grünen Süden Essens stehen an vielen Gehwegen Bäume. Dort ist Salz auch am Hang verboten. Ein Verstoß kann bis 500 Euro (fahrlässig) oder 1.000 Euro (vorsätzlich) kosten.
Früher und häufiger räumen
In der Ebene kann frisch gefallener Schnee eine Weile liegen, bevor er gefährlich wird. Am Hang nicht. Schon nach wenigen Schritten ist er festgetreten. Deshalb gilt am Hang:
- Früh starten: Werktags muss Schnee von nach 20 Uhr bis 7 Uhr weg sein, sonn- und feiertags bis 8 Uhr. Am Hang lieber früher.
- Von oben nach unten räumen: So schieben Sie den Schnee mit der Schwerkraft.
- Gefälle zuerst streuen: Der steilste Abschnitt hat Vorrang.
- Unten kontrollieren: Dort sammelt sich Schmelzwasser und friert.
- Häufiger nachstreuen: Streugut rutscht am Hang leichter weg.
- Abläufe frei halten: Rinnen und Gullys am unteren Ende müssen frei sein.

Treppen und Wasser: doppeltes Risiko am Hang
Viele Häuser am Hang haben Außentreppen zum Eingang. Treppen zählen ohnehin zu den gefährlichen Stellen. Tipps dazu finden Sie im Ratgeber Treppen und Rampen im Winter sicher halten.
Dazu kommt Wasser. Fallrohre, Wärmepumpen und schmelzender Schnee aus höher gelegenen Gärten laufen den Weg hinab. Nachts friert es. Wie Sie solche Quellen in den Griff bekommen, lesen Sie unter Eisflächen durch Fallrohr und Tropfwasser verhindern.
Zufahrten und Garagen am Hang
Am Hang liegen Garagen oft tiefer oder höher als die Straße. Die Zufahrt hat dann ein deutliches Gefälle. Bei Glätte kommt das Auto nicht mehr hoch – oder rutscht beim Hinunterfahren. Räumen Sie die Zufahrt deshalb vor der ersten Fahrt und streuen Sie sie gründlich.
Schnee aus der Zufahrt darf in Essen nicht auf den Gehweg oder die Fahrbahn. Am Hang ist das besonders wichtig, weil der Schnee sonst die Straße hinunterrutscht. Weitere Themen rund um Räumen und Streuen finden Sie im Winterdienst-Ratgeber.
Selbst räumen am Hang: ehrlich betrachtet
Räumen am Hang ist anstrengender und gefährlicher als in der Ebene. Sie stehen selbst auf der glatten Steigung. Sie tragen Streugut bergauf. Und wenn Sie stürzen, stürzen Sie härter. Für ältere Eigentümer ist das ein ernstes Risiko. Mehr dazu im Ratgeber Schneeräumen im Alter.
Für einen professionellen Winterdienst sind Hanglage, Treppe und Zufahrt Alltag. Er nimmt Ihnen diese Arbeit ab. Beim Winterdienst von GOTTSCHLING zahlen Sie 39 € netto je laufendem Meter für die ganze Saison. Kein Zuschlag für Steigungen, keine Abrechnung pro Einsatz, Streugut und Anfahrt inklusive. Treppe und Garagenzufahrt am Hang nehmen Sie einfach in die Räumkarte auf. Für 25 Meter Gehweg und Zufahrt sind das 975 € netto oder 1.160,25 € brutto.

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Häufige Fragen zum Winterdienst am Hang
Darf ich am Hang Salz streuen?
In Essen ist Salz an Stellen mit starkem Gefälle ausnahmsweise erlaubt, wenn abstumpfende Mittel allein nicht reichen. An Gehwegen mit Bäumen oder Grün bleibt es verboten.
Muss ich am Hang öfter räumen?
Die Pflicht ist dieselbe. Praktisch müssen Sie aber öfter kontrollieren und nachstreuen, weil Schnee schneller festgetreten wird und Streugut wegrutscht.
Wie räume ich einen steilen Gehweg richtig?
Von oben nach unten räumen, das Gefälle zuerst streuen und unten auf Schmelzwasser achten. Rinnen und Gullys am unteren Ende frei halten.
Welche Essener Stadtteile haben viele Hanglagen?
Vor allem der Süden auf den Ruhrhöhen: zum Beispiel Heidhausen, Byfang, Heisingen, Bredeney, Stadtwald, Werden und Kettwig. Auch Überruhr-Hinsel liegt auf einem Hügel.
Kostet Winterdienst am Hang mehr?
Beim Winterdienst von GOTTSCHLING nicht. Es gilt der feste Preis von 39 € netto je laufendem Meter für die Saison.
Fazit
Den Winterdienst am Hang ernst zu nehmen, ist im Essener Süden Pflicht und Selbstschutz zugleich. Steigungen machen jede Glätte gefährlicher, Schmelzwasser friert unten neu. Räumen Sie früher und häufiger, streuen Sie das Gefälle zuerst und nutzen Sie Salz nur als Ausnahme, nie an Bäumen. Wer das nicht selbst leisten will, bekommt einen Festpreis ohne Hang-Zuschlag. Berechnen Sie ihn jetzt.