„Umweltfreundlich“ steht auf dem Sack. Daneben ein zweiter, doppelt so teuer, mit einem blauen Umweltzeichen. Und ein dritter aus Lava. Welcher ist der richtige für Ihren Gehweg?
Granulat ist ein körniges, abstumpfendes Streugut, das Glätte durch Reibung entschärft, ohne Eis zu schmelzen. Es besteht meist aus Blähton, Lavagestein oder recyceltem Glas, ist salzfrei und wird in der Essener Satzung ausdrücklich als zulässiges Streumittel für Gehwege genannt.

Was Granulat ist
Der Begriff beschreibt eigentlich nur die Form: kleine, gleichmäßige Körner. Für den Winterdienst zählt, dass die Körner hart und griffig sind. Sie legen sich auf Eis und Schnee, verhaken sich mit der Schuhsohle und geben Halt. Anders als Salz tauen sie nicht. Sie gehören deshalb zu den abstumpfenden Streumitteln.
Die Essener Straßenreinigungs- und Winterdienstsatzung nennt in § 4 Abs. 1 ausdrücklich „Sand, Asche, Granulat“ als Beispiele. Auf Gehwegen ist es also nicht nur erlaubt, sondern gewünscht.
3 gängige Sorten
| Sorte | Material | Besonderheit |
|---|---|---|
| Blähton | gebrannter Ton | leicht, aber energieintensiv hergestellt |
| Lava | Vulkangestein | natürlich, scharfkantig, griffig |
| Glas | recyceltes Glas | wiederverwertetes Material |
Das Umweltbundesamt rät, energieintensiv hergestellte Produkte wie Blähton eher zu meiden. Mehr zu natürlichem Vulkangestein lesen Sie unter Lavagranulat.
Körner statt Salz – und jemand, der streut
Der Winterdienst von GOTTSCHLING streut abstumpfend nach Essener Regeln: 39 € netto je laufendem Meter pro Saison.
Lieber persönlich? +49 201 45 875 433
Der Blaue Engel für Streumittel
Wer umweltschonend streuen will, achtet auf das Umweltzeichen Blauer Engel. Für Streumittel gelten eigene Vergabekriterien (DE-UZ 13). Ausgezeichnet werden salzfreie, abstumpfende Mittel, die Böden, Wasser und Pflanzen schonen. Das Umweltbundesamt empfiehlt ausdrücklich Streumittel mit diesem Zeichen. So erkennen Sie im Baumarkt auf einen Blick, welches Produkt geprüft ist.

Vorteile und Nachteile
Das Material hat viele Stärken. Es ist salzfrei und schont Bäume, Böden und Bauwerke. Es ist griffig und angenehm zu begehen. Manche Sorten lassen sich zusammenkehren und wiederverwenden. Und es ist in Essen ohne Einschränkung erlaubt.
Die Nachteile: Es ist meist teurer als Sand oder einfacher Splitt. Bei anhaltendem Eisregen wird es wie jedes abstumpfende Mittel schnell überfroren. Und auch dieses Streugut muss wieder weg, sobald die Glätte vorbei ist.
- Salzfrei und umweltschonend
- Griffig auf Schnee und dünnem Eis
- Teilweise wiederverwendbar
- Teurer als Sand oder Splitt
- Bei Eisregen nur begrenzt wirksam
Worauf Sie beim Kauf achten
Nicht jeder Sack hält, was er verspricht. Prüfen Sie zuerst, ob das Mittel wirklich abstumpfend ist. Manche Produkte mischen Salz bei – die dürfen Sie in Essen auf dem Gehweg nicht streuen. Achten Sie auf die Körnung: Feine Körner eignen sich für dünne Eisfilme und Treppen, gröbere für festgetretenen Schnee und Einfahrten. Ein Umweltzeichen wie der Blaue Engel gibt Sicherheit bei der Umweltverträglichkeit. Und rechnen Sie die Menge durch: Lieber ein Sack zu viel als an einem Glatteismorgen ohne Vorrat. Granulat lässt sich trocken gelagert, etwa in einem Streugutbehälter, über mehrere Winter aufbewahren. Tipps dazu gibt der Ratgeber Streugut richtig lagern.
Wo es sich besonders lohnt
Auf empfindlichen Flächen spielt das Material seine Vorteile aus. Auf Natursteintreppen hinterlässt es weniger Kratzer als grober Splitt. An Hauseingängen wird weniger Schmutz ins Haus getragen. Auf Wegen mit Rollator- oder Kinderwagenverkehr lässt es sich angenehm begehen. Und wo Beete und Bäume am Weg stehen, schützt es die Pflanzen, weil es kein Salz enthält.
Nach der Glätte wegkehren
Die Satzung verlangt in § 4 Abs. 9, das abstumpfende Streugut nach Ende der Glätte zu beseitigen. Das gilt für alle Körner. Kehren Sie sie zusammen, sobald keine Glätte mehr droht. Saubere Körner können Sie trocken lagern. Verschmutztes Material gehört laut Stadt Essen in die Restmülltonne. Beim Winterdienst von GOTTSCHLING ist das Streugut im Preis enthalten. Die Reste nach der Saison entfernt das Pluspaket mit Frühjahrsreinigung.
Achtung: Liegen gelassenes Streugut kann ein Bußgeld kosten und ist für Radfahrer gefährlich.

Im Vergleich mit anderen Mitteln
Wie schlägt es sich gegen Splitt, Sand und Salz? Der Ratgeber Streugut im Vergleich stellt alle Mittel gegenüber. Wer Salz vermeiden will, findet weitere Ideen im Beitrag Alternativen zu Streusalz.
Häufige Fragen zu Granulat
Ist Granulat in Essen erlaubt?
Ja. Die Satzung nennt es ausdrücklich als abstumpfendes Mittel für Gehwege.
Welche Sorte ist am umweltfreundlichsten?
Mittel mit dem Blauen Engel. Energieintensiv hergestellte Sorten wie Blähton eher meiden.
Taut es Eis auf?
Nein. Es macht Eis griffig, schmilzt es aber nicht.
Muss ich Granulat nach dem Tauwetter entfernen?
Ja. Die Satzung verlangt, Streugut nach Ende der Glätte zu beseitigen.
Umweltschonend gestreut, fest kalkuliert
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Fazit
Granulat ist körniges, salzfreies Streugut aus Blähton, Lava oder Glas. In Essen ist es auf Gehwegen ausdrücklich erlaubt. Mit dem Blauen Engel streuen Sie besonders umweltschonend. Nach der Glätte muss es wieder weg. Weitere Streumittel erklärt das Winterdienst-Lexikon. Mehr zum Angebot beim Winterdienst in Essen.