Vor Tausenden von Jahren floss es als glühende Masse aus einem Vulkan. Heute liegt es als dunkle Körnchen auf Ihrem Gehweg und sorgt dafür, dass niemand ausrutscht.
Lavagranulat ist ein abstumpfendes Streugut aus gebrochenem, erstarrtem Vulkangestein. Die porösen, scharfkantigen Körner verzahnen sich mit Eis und Schuhsohle und geben so festen Halt. Es ist salzfrei, schont Pflanzen und Böden und ist in Essen auf Gehwegen als abstumpfendes Mittel erlaubt.

Was Lavagranulat ist
Lava ist geschmolzenes Gestein, das bei einem Vulkanausbruch austritt und an der Luft erstarrt. Dabei entstehen viele kleine Hohlräume. Das Gestein wird abgebaut, gebrochen und in passende Körnungen gesiebt. Für den Winterdienst werden kleine Körnungen von wenigen Millimetern genutzt.
Es ist eine Form von Granulat. Wie Splitt und Sand gehört es zu den abstumpfenden Streumitteln: Es taut nicht, sondern macht die Oberfläche griffig.
4 Gründe für Streugut aus Lava
- Sehr griffig: Die scharfen Kanten und die raue Oberfläche halten gut auf Eis und festgetretenem Schnee
- Natürlich: Es ist ein Naturprodukt ohne chemische Zusätze
- Umweltschonend: Es ist salzfrei und schadet Bäumen, Böden und Tieren nicht wie Streusalz
- Wiederverwendbar: Nach dem Winter zusammenkehren und im nächsten Jahr wieder nutzen
Das Umweltbundesamt empfiehlt abstumpfende, salzfreie Streumittel und rät von energieintensiv hergestellten Produkten ab. Natürliches Vulkangestein passt gut zu dieser Empfehlung. Mehr dazu in der Übersicht des Umweltbundesamts.
Griffig wie Lava – ohne dass Sie streuen müssen
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Lavagranulat in Essen
Die Essener Straßenreinigungs- und Winterdienstsatzung schreibt auf Gehwegen abstumpfende Mittel vor und nennt Granulat ausdrücklich. Salz und andere auftauende Stoffe sind grundsätzlich verboten. Das Vulkangestein ist deshalb eine gute Wahl für den Gehweg vor Ihrem Haus.
Besonders sinnvoll ist es an Stellen mit Gefälle, auf Treppen und Rampen. Dort sorgt die scharfkantige Form für mehr Halt als runder Sand. Im Essener Süden mit seinen Hanglagen ist das ein echter Vorteil. Wer dort einen steilen Zuweg hat, merkt den Unterschied bei jedem Schritt.

Richtig streuen
Räumen Sie zuerst den Schnee. Streuen Sie dann gleichmäßig, ohne Haufen und ohne Lücken. Auf festgetretenem Schnee und dünnem Eis greifen die Körner gut. Bei anhaltendem Eisregen frieren aber auch diese Körner ein. Dann müssen Sie nachstreuen. In solchen Ausnahmelagen erlaubt die Essener Satzung auch Salz, wenn abstumpfende Mittel allein nicht reichen – nie aber an Bäumen und Grün.
Als Faustwert für Splitt nennen Fachartikel 100 bis 150 Gramm je Quadratmeter. Für Lava können Sie sich daran orientieren. Eine feste Norm gibt es nicht.
Achtung: Zerriebenes Lavagranulat kann auf hellem Naturstein dunkle Spuren hinterlassen. Testen Sie es vorher an einer unauffälligen Stelle. Der Vorteil der dunklen Farbe: Sie sehen sofort, wo schon gestreut ist.
Lava, Splitt oder Sand?
Alle drei sind abstumpfend und in Essen erlaubt. Streusand ist am günstigsten, bietet aber meist weniger Halt. Splitt ist sehr griffig, kann aber Lack und Böden zerkratzen. Lava liegt dazwischen: griffig, oft etwas leichter als Splitt und angenehm zu begehen. Welches Mittel passt, hängt von Ihren Flächen ab. Für Treppen und Hanglagen ist Lavagranulat eine starke Wahl, für große, ebene Flächen reicht oft einfacher Splitt.
Kosten und Vorrat
Lavagranulat ist meist teurer als Sand oder Splitt. Weil es sich wiederverwenden lässt, relativiert sich der Preis über mehrere Winter. Planen Sie den Vorrat vor der Saison. Wenn der erste Frost kommt, sind die Regale in Baumärkten oft schnell leer. Ein trockener, verschlossener Streugutbehälter am Eingang hält das Material griffbereit.
Nach dem Winter
Wie jedes Streugut muss auch dieses nach Ende der Glätte wieder weg. So steht es in § 4 Abs. 9 der Essener Satzung. Kehren Sie es zusammen. Saubere Körner lagern Sie trocken für den nächsten Winter. Verschmutztes Material gehört laut Stadt Essen in die Restmülltonne. Beim Winterdienst mit Pluspaket übernimmt das Wegkehren im Frühjahr der Dienst. Tipps zur Lagerung gibt der Ratgeber Streugut richtig lagern.

Häufige Fragen zu Lavagranulat
Ist Lavagranulat in Essen erlaubt?
Ja. Es ist ein abstumpfendes, salzfreies Mittel und auf Gehwegen zulässig.
Ist das Material umweltfreundlich?
Es ist ein Naturprodukt ohne Salz und schont Pflanzen und Böden.
Kann ich es wiederverwenden?
Ja. Zusammenkehren, trocken lagern und im nächsten Winter erneut streuen.
Wo ist es besonders sinnvoll?
Auf Treppen, Rampen und an Stellen mit Gefälle, wo viel Halt gefragt ist.
Sicher am Hang, sicher auf der Treppe
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Fazit
Lavagranulat ist griffiges Streugut aus Vulkangestein. Es ist salzfrei, natürlich und wiederverwendbar – und in Essen auf Gehwegen erlaubt. Besonders an Treppen und Gefälle spielt es seine Stärken aus. Nach dem Winter kehren Sie es weg. Mehr zum Vergleich im Ratgeber Streugut im Vergleich. Weitere Begriffe erklärt das Winterdienst-Lexikon.