Splitt: Gebrochener Stein als Streugut

Knirsch, knirsch. Wer im Winter über einen gestreuten Gehweg geht, kennt das Geräusch. Meist steckt gebrochener Stein dahinter – das Streugut, das seit Jahrzehnten auf deutschen Gehwegen liegt.

Splitt ist gebrochenes Gestein mit scharfen Kanten, das als abstumpfendes Streugut gegen Glätte eingesetzt wird. Die kantigen Körner verhaken sich mit Eis, Schnee und Schuhsohle und sorgen so für Halt. Er taut nicht, ist in Essen auf Gehwegen erlaubt und lässt sich nach dem Winter zusammenkehren und wiederverwenden.

Splitt als abstumpfendes Streugut

Was Splitt ist

Er entsteht, wenn Gestein in Steinbrüchen gebrochen wird. Anders als runder Kies hat er scharfe Kanten und Bruchflächen. Genau das macht ihn so griffig. Für den Winterdienst wird eine kleine Körnung von wenigen Millimetern verwendet. Das Material gibt es in Säcken im Baumarkt oder lose beim Baustoffhändler.

Er gehört zu den abstumpfenden Streumitteln. Die Essener Straßenreinigungs- und Winterdienstsatzung schreibt auf Gehwegen genau solche Mittel vor.

3 Vorteile von Splitt

  • Sehr griffig: Die scharfen Kanten greifen auch auf festgetretenem Schnee
  • Umweltschonend: Er taut nicht und schadet Bäumen und Böden nicht wie Salz
  • Wiederverwendbar: Nach dem Winter zusammenfegen und im nächsten Jahr erneut streuen – das empfiehlt auch das Umweltbundesamt

Gestreut, ohne Säcke zu schleppen

Der Winterdienst von GOTTSCHLING streut abstumpfend nach Essener Regeln: 39 € netto je laufendem Meter pro Saison.

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3 Nachteile von Splitt

  • Feinstaub: Werden die Körner zermahlen, entsteht Staub
  • Kratzer: Die Kanten können Autolack zerkratzen – und empfindliche Böden, wenn die Körner ins Haus getragen werden
  • Rollgefahr: Für Radfahrer und Rollerfahrer können lose Körner gefährlich werden

Ein weiterer Punkt: Auf dicken, glatten Eisschichten und bei anhaltendem Eisregen wirkt das Material nur begrenzt. Die Körner werden schnell überfroren. Mehr zum Vergleich mit anderen Mitteln bietet der Ratgeber Streugut im Vergleich.

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Wie viel Sie brauchen

Eine Norm gibt es nicht. Fachartikel nennen als Faustwert rund 100 bis 150 Gramm je Quadratmeter und Streuvorgang. Ein Gehweg von 15 Metern Länge und 1,20 Metern Breite hat 18 Quadratmeter. Pro Einsatz brauchen Sie also etwa 2 bis 3 Kilo. Über eine Saison mit vielen Einsätzen kommen schnell mehrere Säcke zusammen.

Nach dem Winter: alles muss weg

Die Satzung verlangt in § 4 Abs. 9: Das abstumpfende Streugut ist nach Beendigung der Glätte zu beseitigen. Wer es liegen lässt, handelt ordnungswidrig. Liegendes Streugut ist außerdem gefährlich für Radfahrer und verstopft Gullys.

Kehren Sie alles zusammen, sobald keine Glätte mehr zu erwarten ist. Saubere Körner können Sie trocken lagern und wiederverwenden. Verschmutztes Material gehört laut Stadt Essen in die Restmülltonne. Wann der richtige Zeitpunkt ist, erklärt die Frage Wann muss ich das Streugut wieder wegkehren?

Achtung: Streugut im Frühjahr liegen zu lassen, kann ein Bußgeld kosten. Kehren Sie es nach der letzten Frostperiode zusammen.

Geräumter und gestreuter Gehweg vor Backstein-Reihenhäusern in Essen nach Schneefall

Splitt am Hauseingang

Direkt vor der Haustür hat das Material eine Schattenseite. Die Körner bleiben in den Sohlen stecken und landen im Flur. Auf Parkett, Fliesen oder Laminat können sie Kratzer hinterlassen. Eine grobe Fußmatte vor und eine zweite hinter der Tür fängt das meiste ab. Auf Natursteintreppen lohnt es sich, eine feinere Körnung zu wählen. Und nach jedem Tauwetter sollten Sie den Eingangsbereich kurz fegen, damit nichts ins Haus getragen wird.

Splitt beim Winterdienst-Profi

Wer einen Dienst beauftragt, muss sich um Einkauf, Lagerung und Streuen nicht kümmern. Der Winterdienst von GOTTSCHLING streut mit abstumpfendem Material und dokumentiert jeden Einsatz. Das Streugut ist im Preis enthalten. Das Wegkehren im Frühjahr übernimmt der Dienst mit dem Pluspaket für 3 € netto je Meter mehr. Dann sind nach dem Winter alle Streugutreste weg.

Splitt oder Granulat?

Splitt ist günstig und sehr griffig. Granulat, etwa Lavagranulat, ist ebenfalls griffig. Günstiger, aber weniger griffig ist Streusand. Welches Mittel Sie wählen, hängt von Fläche und Nutzung ab. Auf Natursteintreppen kann feines Granulat schonender sein. An Einfahrten und Rampen spielen grobe Körner ihre Stärke aus.

Häufige Fragen zu Splitt

Ist Splitt in Essen erlaubt?

Ja. Er ist ein abstumpfendes Mittel und auf Gehwegen ausdrücklich zulässig.

Wie viel brauche ich?

Als Faustwert rund 100 bis 150 Gramm je Quadratmeter und Einsatz.

Kann ich ihn wiederverwenden?

Ja. Zusammenkehren, trocken lagern und im nächsten Winter wieder streuen.

Wann muss ich ihn wegkehren?

Nach Ende der Glätte. Die Satzung schreibt das vor.

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Fazit

Splitt ist scharfkantiger, gebrochener Stein und eines der griffigsten Streumittel. In Essen ist er erlaubt, schont Bäume und lässt sich wiederverwenden. Nachteile sind Staub, Kratzer und Rollgefahr. Nach dem Winter müssen Sie ihn wegkehren. Weitere Streumittel erklärt das Winterdienst-Lexikon. Mehr zum Angebot beim Winterdienst in Essen.