Der Schnee ist weg, die Sonne scheint. Auf dem Gehweg knirscht noch der Splitt vom letzten Frost. Ein Radfahrer rutscht auf der Kurve weg. Wer hätte da kehren müssen?
Wann müssen Sie das Streugut wegkehren? In Essen nach dem Ende der Schnee- und Eisglätte. So steht es in § 4 Abs. 9 der Satzung. Liegengebliebener Splitt auf trockenem Pflaster ist selbst eine Rutschgefahr, vor allem für Radfahrer und ältere Menschen. Außerdem verstopft er Gullys. Wer das Streugut nicht wegkehrt, handelt ordnungswidrig.

Was die Satzung sagt
§ 4 Abs. 9 der Essener Winterdienstsatzung: Das aufgebrachte abstumpfende Streugut ist „nach Beendigung der Schnee- und Eisglätte zu beseitigen“. Die EBE sagt es kurz: „Entfernen Sie das Streugut nach dem Abtauen.“
Wer das nicht tut, handelt nach § 10 Abs. 1 der Satzung ordnungswidrig. Das Bußgeld kann bei Fahrlässigkeit bis 500 Euro betragen, bei Vorsatz bis 1.000 Euro. Mehr dazu unter Wie hoch ist das Bußgeld in Essen?
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Streugut wegkehren: Wann ist die Glätte vorbei?

Die Satzung nennt keinen Stichtag für das Streugut wegkehren. Maßgeblich ist das Ende der Glätteperiode. Ein einzelner sonniger Tag mitten im Januar ist das meist nicht, wenn für die Nacht wieder Frost gemeldet ist. Eine längere Tauwetterphase ohne Frost in Sicht dagegen schon.
- Kurzes Tauwetter mit Frost in der Vorhersage: Streugut liegen lassen, es wird wieder gebraucht
- Längere frostfreie Phase: Streugut entfernen
- Saisonende im Frühjahr: spätestens jetzt gründlich kehren
- Streugut auf Treppen und in Kurven: besonders zügig entfernen
Warum liegengebliebener Splitt gefährlich ist
Splitt auf trockenem Pflaster wirkt wie kleine Kugellager. Fußgänger rutschen, Radfahrer verlieren in Kurven den Halt, Rollatoren blockieren. Dazu wird Splitt in Wohnungen getragen und zerkratzt Böden.
Außerdem landet Streugut in Gullys und Rinnen. Das behindert den Abfluss von Regenwasser. Die Satzung verlangt ohnehin, dass Einläufe frei bleiben. Was Splitt genau ist, erklärt das Lexikon unter Splitt.
Achtung: Wer Streugut monatelang liegen lässt, schafft eine neue Gefahrenquelle. Stürzt jemand darauf, kann das eine eigene Haftung auslösen.
Unterschiede je nach Streugut

Nicht jedes Streugut verhält sich gleich. Splitt bleibt lange liegen und muss gründlich gekehrt werden. Granulat verteilt sich ebenfalls und landet gern in Beeten und Rinnen. Streusand vermischt sich mit Schmelzwasser zu Matsch, der nach dem Trocknen stauben kann.
Wer weiß, womit gestreut wurde, kann das Streugut gezielter wegkehren. Einen Überblick gibt der Ratgeber Streugut im Vergleich.
Wohin mit dem Streugut?
Laut Stadt Essen gehört das zusammengekehrte Streugut in die Restmülltonne. Sauberer Splitt lässt sich auch aufheben und im nächsten Winter wiederverwenden. Das empfiehlt das Umweltbundesamt ausdrücklich.
Lagern Sie ihn trocken, damit er nicht verklumpt. Tipps gibt der Ratgeber Streugut richtig lagern.
Festpreis für die ganze Saison
Mit dem Pluspaket wird auch das Streugut nach dem Winter entfernt.
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Streugut wegkehren: So geht es richtig
- Groben Besen oder Straßenbesen verwenden
- Von der Hauswand zur Bordsteinkante kehren
- Gullys und Rinnen freilegen
- Streugut in Eimer oder Sack sammeln
- Bei viel Splitt: in mehreren Durchgängen
Den ganzen Ablauf beschreibt der Ratgeber Streugut entfernen.
Auch Salzreste bedenken
Wurde bei Eisregen ausnahmsweise Salz gestreut, gilt: Salzhaltigen Schnee und Schmelzwasser nicht auf Baumscheiben oder Grünflächen kehren. Das verbietet die Essener Satzung ausdrücklich. Salz schädigt die Wurzeln der Straßenbäume, und die Schäden zeigen sich oft erst später.
Streugut inklusive, Frühjahrsreinigung im Pluspaket
Beim Winterdienst von GOTTSCHLING Immobilien ist das Streugut im Preis enthalten. Das Basispaket kostet 39 Euro netto je laufendem Meter für die ganze Saison, bei 15 Metern also 585 Euro netto. Im Basispaket wird das Streugut nach Saisonende nicht weggekehrt. Das Wegkehren übernimmt das Pluspaket für 3 Euro netto je Meter mehr: Nach dem Winter werden sämtliche Streugutrückstände entfernt. Dazu sind Ihre Flächen in der ersten Tour dabei. Bei 15 Metern kostet das 630 Euro netto, also 749,70 Euro brutto.
Alle Preise finden Sie auf der Seite Winterdienst-Preise in Essen. Weitere kurze Antworten stehen in der Übersicht aller Fragen zum Winterdienst.
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Häufige Fragen
Wann muss ich das Streugut entfernen?
Nach dem Ende der Schnee- und Eisglätte. So verlangt es § 4 Abs. 9 der Essener Satzung.
Kostet liegengelassenes Streugut ein Bußgeld?
Ja, das kann es. Die Satzung nennt es ausdrücklich als Ordnungswidrigkeit.
Wohin mit dem alten Streugut?
Laut Stadt Essen in die Restmülltonne. Sauberer Splitt kann auch wiederverwendet werden.
Muss ich nach jedem Tauwetter kehren?
Nicht, wenn gleich wieder Frost kommt. Maßgeblich ist das Ende der Glätteperiode.
Übernimmt der Winterdienst das Wegkehren?
Mit dem Pluspaket ja. Für 3 Euro netto je Meter mehr werden nach Saisonende alle Streugutrückstände entfernt. Im Basispaket bleibt das Kehren bei Ihnen.
Fazit
Wann Sie das Streugut wegkehren müssen? Nach dem Ende der Glätteperiode, spätestens zum Saisonende. Liegengebliebener Splitt ist rutschig, verstopft Gullys und kann in Essen ein Bußgeld kosten. Berechnen Sie jetzt Ihren Festpreis und geben Sie Streuen und Kehren ab.