Was kostet Streugut pro Saison?

Ein Sack Granulat für ein paar Euro – das klingt nach einer kleinen Ausgabe. Bis die Kältewelle kommt, der Baumarkt ausverkauft ist und Sie im dritten Laden den letzten teuren Sack ergattern.

Was kostet Streugut pro Saison? Das hängt von drei Zahlen ab: Ihrer Fläche, der Menge pro Streugang und der Zahl der Einsätze im Winter. Dazu kommen Lagerung, Transport und das Aufkehren im Frühjahr. Die Preise im Handel schwanken, besonders bei einem plötzlichen Kälteeinbruch. Rechnen Sie deshalb mit Reserve – oder mit einer Saisonpauschale, die das Streugut schon enthält.

Was kostet Streugut? Granulat für eine Wintersaison in Essen

Was kostet Streugut? Die Formel: Menge × Einsätze

Sie müssen kein Mathe-Genie sein. Die Rechnung hat vier Schritte:

  • Fläche: Länge × Breite. Ein 15 Meter langer Gehweg mit 1,20 Meter Breite hat 18 Quadratmeter.
  • Menge pro Streugang: Fachartikel nennen für Splitt rund 100 bis 150 Gramm pro Quadratmeter. Für Granulat gilt die Packungsangabe.
  • Zahl der Streugänge: Planen Sie vorsichtig mit rund 20 pro Winter. Harte Winter brauchen mehr.
  • Reserve: 30 Prozent extra für Eisregen und Nachstreuen.

Für 18 Quadratmeter bei 150 Gramm sind das 2,7 Kilo pro Streugang. Mal 20 ergibt 54 Kilo. Mit Reserve landen Sie bei rund 70 Kilo. Diese Menge multiplizieren Sie mit dem Kilopreis Ihres Händlers. So sehen Sie schnell, was Streugut Sie kostet. Die genaue Mengenrechnung finden Sie im Ratgeber Wie viel Streugut brauchen Sie pro Meter?

Warum 20 Streugänge? Laut Auswertung von DWD-Daten gibt es in Essen im Mittel rund 35 bis 45 Frosttage im Jahr. Die Zahl der Tage mit Schneedecke schwankt stark: von 0 bis über 50. Nicht jeder Frosttag braucht einen Streugang. Aber einzelne Eisregentage brauchen mehrere. 20 ist eine vorsichtige Planungsgröße, keine Prognose.

Warum Preise bei Kälteeinbruch schwanken

Streugut ist ein typisches Saisonprodukt. Im Oktober liegt es in jedem Baumarkt. Kommt die erste Kältewelle, kaufen alle gleichzeitig. Dann wird es knapp. Kleine Gebinde sind oft zuerst weg. Wer dann kaufen muss, nimmt, was da ist – zu dem Preis, der gerade gilt.

Die Lehre daraus: Kaufen Sie früh und kaufen Sie genug. Aber nicht so viel, dass es jahrelang im Keller feucht wird. Wie Sie Vorrat richtig aufbewahren, lesen Sie unter Streugut richtig lagern.

Streugut ist beim Winterdienst schon drin

Abstumpfendes Streugut ist im Preis enthalten. Kein Einkauf, keine Lagerung, kein Schleppen.

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Die versteckten Kosten: Lagerung, Transport, Entsorgung

Der Preis auf dem Sack ist nur ein Teil. Diese Posten vergessen viele:

Posten Was dahintersteckt
Behälter Streugutkiste oder Eimer mit Deckel, damit das Material trocken bleibt
Transport Fahrten zum Händler, schwere Säcke tragen, eventuell Lieferkosten
Geräte Schneeschieber, Besen, Stoßeisen, eventuell Streuwagen
Aufkehren Zeit im Frühjahr, Entsorgung verschmutzter Reste über die Restmülltonne
Ihre Zeit jeder Streugang, jede Kontrolle, jedes Nachstreuen – oft vor 7 Uhr

Dazu kommt ein Posten, der nicht auf der Rechnung steht: das Risiko. Stürzt jemand, weil Sie verschlafen oder kein Material mehr hatten, geht es nicht mehr um ein paar Euro. Was ein Unfall kosten kann, zeigt der Ratgeber Was ein Glätteunfall wirklich kostet.

Gehweg wird gestreut – selbst streuen kostet Material und Zeit

Beim Streugut Kosten sparen: 5 Tipps

  • Vor dem Streuen gründlich räumen. Dann brauchen Sie deutlich weniger Material.
  • Dünn streuen statt dick. Mehr Körner bringen ab einem Punkt keinen zusätzlichen Halt.
  • Splitt im Frühjahr aufkehren, trocknen und wiederverwenden. Das rät auch das Umweltbundesamt.
  • Im Herbst kaufen, nicht in der Kältewelle.
  • Keine teuren Hausmittel ausprobieren, die kaum wirken. Welche das sind, lesen Sie unter Hausmittel gegen Glatteis.

Welches Mittel für Ihren Belag das richtige Preis-Leistungs-Verhältnis hat, erklärt der Ratgeber Wie wirken abstumpfende Streumittel? Weitere Spartipps finden Sie im Winterdienst-Ratgeber.

Rechenbeispiele für typische Grundstücke

Die folgenden Mengen gelten für 150 Gramm pro Quadratmeter, 20 Streugänge und 30 Prozent Reserve. Setzen Sie den Kilopreis Ihres Händlers ein, dann sehen Sie Ihre Saisonkosten fürs Material.

Grundstück Fläche Material pro Saison
Reihenhaus, 6 m Gehweg 7,2 m² ca. 28 kg
Einfamilienhaus, 15 m Gehweg 18 m² ca. 70 kg
Einfamilienhaus mit Zuweg, 15 + 8 m 26 m² ca. 101 kg
Eckgrundstück, 30 m Gehweg 36 m² ca. 140 kg

Bei einem Eckgrundstück kommen Sie also schnell auf mehrere Zentner Material für einen einzigen Winter. Die müssen Sie kaufen, nach Hause bringen und irgendwo trocken unterbringen. Und wenn der Winter härter wird als geplant, fahren Sie mitten in der Kältewelle noch einmal los.

Denken Sie auch an die Flächen, die man leicht übersieht: die Treppe zum Hauseingang, den Weg zu den Mülltonnen und den Zugang zur Garage. Die Stadt Essen empfiehlt zum Beispiel einen etwa 1 Meter breiten Weg zu den Mülltonnen. Jeder zusätzliche Meter bedeutet mehr Streugut.

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Streugut in den Nebenkosten

Vermieter fragen oft, ob sie Streugut auf die Mieter umlegen dürfen. Grundsätzlich gilt: Laufende Kosten des Winterdienstes können als Betriebskosten umgelegt werden, wenn der Mietvertrag das vorsieht. Die Anschaffung von Geräten wie Schneeschiebern oder Schneefräsen gehört nicht dazu. Die Details lesen Sie im Ratgeber Streugut in der Nebenkostenabrechnung.

Einfacher wird es mit einer Rechnung vom Dienstleister. Ein fester Saisonpreis ist leicht nachzuweisen und als Betriebskosten umlagefähig, wenn der Mietvertrag die Umlage vorsieht. Auch in schneearmen Wintern.

Selbst streuen oder Pauschale: der ehrliche Vergleich

Beim Selbststreuen zahlen Sie Material, Geräte und Ihre Zeit. Und Sie tragen das volle Risiko, wenn Sie einmal nicht können. Beim Winterdienst von GOTTSCHLING zahlen Sie einen festen Preis: 39 € netto je laufendem Meter pro Saison, zzgl. 19 % USt. Für 15 Meter sind das 585 € netto, also 696,15 € brutto. Streugut, Anfahrt und jeder Einsatz sind enthalten, egal ob 10, 20 oder 50 Einsätze nötig sind. Soll auch das Aufkehren im Frühjahr wegfallen, gibt es das Pluspaket: Vorrang und Frühjahrsreinigung für 3 € netto je Meter mehr.

Und wenn der Winter mild bleibt? Dann zahlen Sie trotzdem den vereinbarten Preis. Die Pauschale sichert Bereitschaft für die ganze Saison, ähnlich wie eine Versicherung. Dafür kostet Sie ein harter Winter keinen Cent mehr.

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Häufige Fragen zu den Kosten für Streugut

Was kostet Streugut für einen Winter?

Das hängt von Fläche, Menge pro Streugang und Zahl der Einsätze ab. Für 15 Meter Gehweg sollten Sie mit rund 50 bis 70 Kilo Splitt oder Granulat rechnen. Multiplizieren Sie diese Menge mit dem Kilopreis Ihres Händlers.

Wer muss Streugut kaufen, Mieter oder Vermieter?

Wer räumen und streuen muss, braucht Material. Überträgt der Vermieter den Winterdienst auf Mieter, sollte der Mietvertrag klar regeln, wer das Streugut stellt.

Ist Streugut umlagefähig?

Laufende Kosten des Winterdienstes können als Betriebskosten umgelegt werden, wenn der Mietvertrag das vorsieht. Geräte wie Schneeschieber sind nicht umlagefähig.

Ist Streugut in der Winterdienst-Pauschale enthalten?

Beim Winterdienst von GOTTSCHLING gehört das Streuen mit abstumpfendem Streugut zur Leistung. Sie kaufen und lagern nichts selbst.

Warum ist Streugut im Winter oft ausverkauft?

Bei einem Kälteeinbruch kaufen viele gleichzeitig. Dann wird Ware knapp. Wer im Herbst kauft, ist auf der sicheren Seite.

Fazit

Was kostet Streugut? Das berechnen Sie mit der Formel Fläche × Menge × Streugänge plus Reserve. Vergessen Sie Behälter, Transport, Geräte und das Aufkehren im Frühjahr nicht. Preise schwanken bei Kälteeinbruch, also kaufen Sie früh. Oder Sie sparen sich die ganze Rechnung mit einer Saisonpauschale, in der das Streugut schon enthalten ist. Berechnen Sie jetzt Ihren Festpreis.