Im Baumarkt stehen die Säcke nebeneinander: Streusalz, Splitt, Sand, Granulat, Lavagranulat. Alle versprechen Sicherheit. Doch nicht alles, was dort im Regal steht, dürfen Sie in Essen auf den Gehweg streuen.
Streugut ist der Oberbegriff für alle Materialien, die bei Schnee und Eis gegen Glätte gestreut werden. Man unterscheidet zwei Gruppen: abstumpfende Mittel wie Splitt, Sand und Granulat, die Reibung erzeugen, und auftauende Mittel wie Salz, die Eis schmelzen. In Essen ist auf Gehwegen grundsätzlich nur abstumpfendes Streugut erlaubt – Salz ist bis auf wenige Ausnahmen verboten.

Die zwei Gruppen
Abstumpfende Mittel machen die Oberfläche rau. Die Körner bieten Schuhen und Reifen Halt. Sie tauen nicht, sondern liegen auf dem Eis oder drücken sich hinein. Mehr dazu im Eintrag Abstumpfende Streumittel.
Auftauende Mittel senken den Gefrierpunkt von Wasser. Eis und Schnee schmelzen. Das bekannteste ist Streusalz. Mehr dazu im Eintrag Auftauende Streumittel.
Was in Essen erlaubt ist
Die Essener Straßenreinigungs- und Winterdienstsatzung ist klar. Gehwege sind „mit abstumpfenden Mitteln (z. B. Sand, Asche, Granulat) zu bestreuen“. Die Verwendung von Salz und anderen auftauenden Stoffen auf Gehwegen ist grundsätzlich verboten.
Ausnahmen gibt es nur bei gefährlichen Stellen und bei außergewöhnlichem Wetter wie Eisregen – und nur, wenn abstumpfende Mittel allein nicht reichen. An Gehwegen mit Bäumen oder Begrünung gilt auch die Ausnahme nicht.
| Streugut | Wirkung | Auf Essener Gehwegen |
|---|---|---|
| Splitt | abstumpfend | erlaubt |
| Granulat (z. B. Lava) | abstumpfend | erlaubt |
| Sand | abstumpfend | erlaubt |
| Streusalz | auftauend | grundsätzlich verboten |
| andere Auftaumittel | auftauend | grundsätzlich verboten |
Das richtige Streugut – und jemand, der es streut
Der Winterdienst von GOTTSCHLING streut abstumpfend nach den Essener Regeln: 39 € netto je laufendem Meter pro Saison.
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Welches Mittel für welche Glätte
Für die meisten Lagen reicht ein gutes abstumpfendes Mittel. Scharfkantiger Splitt oder Lavagranulat greift auch auf festgetretenem Schnee. Feines Granulat eignet sich für dünne Eisfilme und Reif. Sand ist günstig, bietet aber weniger Halt. Bei Eisregen, wenn die Körner ständig überfrieren und abstumpfende Mittel allein nicht reichen, darf in Essen ausnahmsweise Salz verwendet werden – außer an Bäumen und Grün.
Einen ausführlichen Vergleich bietet der Ratgeber Streugut im Vergleich.

Wie viel Sie brauchen
Eine Norm gibt es nicht. Fachartikel nennen als Faustwert für Splitt rund 100 bis 150 Gramm je Quadratmeter und Streuvorgang. Für einen Gehweg von 15 Metern Länge und 1,20 Metern Breite sind das pro Einsatz etwa 2 bis 3 Kilo. Über einen Winter kommt einiges zusammen. Planen Sie lieber großzügig, denn im Ernstfall sind die Regale leer. Wer zu sparsam streut, muss öfter nachlegen und riskiert glatte Stellen zwischen den Körnern.
Achtung: Nach dem Tauwetter muss alles wieder weg. Die Satzung schreibt das vor (§ 4 Abs. 9). Es gehört in die Restmülltonne. Liegen gelassene Körner können ein Bußgeld kosten.
Richtig lagern
Streugut muss trocken bleiben. Feuchte Säcke verklumpen und frieren fest. Lagern Sie den Vorrat in einem geschlossenen Behälter oder einer Kiste nahe am Eingang. So haben Sie ihn griffbereit, wenn es morgens glatt ist. Eine Schaufel oder ein Streuwagen gehört gleich daneben. Mehr zur Lagerung erklärt der Ratgeber Streugut richtig lagern.
Umweltfreundlich streuen
Das Umweltbundesamt empfiehlt abstumpfende Mittel mit dem Umweltzeichen Blauer Engel. Diese sind salzfrei und schonen Böden, Wasser und Pflanzen. Energieintensiv hergestellte Produkte wie Blähton sollten Sie eher meiden. Splitt lässt sich nach dem Winter zusammenfegen und wiederverwenden. So sparen Sie Geld und schonen die Umwelt.
Streugut und Nebenkosten
Für Vermieter stellt sich die Frage, ob sie die Kosten auf Mieter umlegen dürfen. Laufende Kosten des Winterdienstes sind umlagefähig, wenn der Mietvertrag das vorsieht. Anschaffungen wie Geräte dagegen nicht. Die Details erklärt der Ratgeber Streugut in der Nebenkostenabrechnung. Mehr zur Pflicht an sich steht im Eintrag Streupflicht.

Häufige Fragen
Welches Streugut ist in Essen erlaubt?
Auf Gehwegen abstumpfende Mittel wie Splitt, Sand oder Granulat. Salz ist grundsätzlich verboten.
Wann darf ich in Essen Salz streuen?
Nur bei gefährlichen Stellen oder außergewöhnlichem Wetter wie Eisregen, wenn abstumpfende Mittel allein nicht reichen – nie an Bäumen oder Grün.
Wohin damit nach dem Winter?
Zusammenkehren. Sauberen Splitt können Sie im nächsten Winter wiederverwenden. Verschmutzte Reste gehören laut Stadt Essen in die Restmülltonne.
Wie viel brauche ich?
Als Faustwert rund 100 bis 150 Gramm Splitt je Quadratmeter und Einsatz.
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Fazit
Streugut ist der Oberbegriff für alle Mittel gegen Glätte. In Essen sind auf Gehwegen grundsätzlich nur abstumpfende Mittel wie Splitt, Sand und Granulat erlaubt. Salz ist verboten, außer in engen Ausnahmen. Nach dem Tauwetter muss es wieder weg. Weitere Begriffe rund ums Streuen erklärt das Lexikon zum Winterdienst. Beim Winterdienst von GOTTSCHLING ist das Streugut im Festpreis enthalten, das Wegkehren im Frühjahr übernimmt das Pluspaket. Wer das Streuen abgeben will, kann jetzt den Festpreis berechnen.