Sie planen eine Neuvermietung und wollen die Vorauszahlung festlegen. Oder Sie sind Mieter und wundern sich über eine Zeile in der Abrechnung. Die Frage ist dieselbe: Ist das viel oder wenig für den Winterdienst?
Wie hoch die Nebenkosten für den Winterdienst sind, hängt vor allem von zwei Zahlen ab: der Länge der zu räumenden Fläche und der Zahl der Wohnungen. Bei einem Festpreis von 39 € netto je Meter und Saison kommen Häuser mit vier bis 20 Wohnungen in den Rechenbeispielen unten auf etwa 8 bis 15 € pro Wohnung und Monat. Kleine Häuser mit wenigen Parteien zahlen pro Wohnung mehr, große Häuser weniger.

Nebenkosten für den Winterdienst: die einfache Formel
Mit einer Saisonpauschale pro Meter können Sie den Betrag selbst ausrechnen. Die Formel lautet:
Meter × 39 € netto × 1,19 ÷ Anzahl Wohnungen = Kosten pro Wohnung und Saison. Teilen Sie durch 12, erhalten Sie den Monatsbetrag. Bei ungleich großen Wohnungen verteilen Sie nach Wohnfläche statt nach Wohnungen.
Gezählt werden alle Flächen, die geräumt und gestreut werden müssen. Das sind der öffentliche Gehweg vor dem Haus, der Hauszugang, der Weg zu den Mülltonnen und bei Bedarf Zufahrt oder Parkplatzstreifen. Beim Winterdienst von GOTTSCHLING Immobilien gibt es keinen Mindestpreis. Sie zahlen genau für Ihre Meter, Streugut und Anfahrt inklusive.
Fünf Rechenbeispiele pro Wohnung
| Haus | Meter | Brutto pro Saison | pro Wohnung und Jahr | pro Wohnung und Monat |
|---|---|---|---|---|
| Zweifamilienhaus | 12 m | 556,92 € | 278,46 € | ca. 23,21 € |
| Vier-Parteien-Haus | 15 m | 696,15 € | 174,04 € | ca. 14,50 € |
| Sechs-Parteien-Haus | 20 m | 928,20 € | 154,70 € | ca. 12,89 € |
| Zehn Parteien, Eckgrundstück | 30 m | 1.392,30 € | 139,23 € | ca. 11,60 € |
| 20 Parteien, Wohnanlage | 40 m | 1.856,40 € | 92,82 € | ca. 7,74 € |
Die Beispiele gehen von gleich großen Wohnungen aus. In Wirklichkeit verteilen Sie nach dem vereinbarten Schlüssel, ohne Vereinbarung nach Wohnfläche. Weitere Beispiele für Einfamilienhäuser, Reihenhäuser und Eckgrundstücke finden Sie unter Winterdienst-Kostenbeispiele. Alle Themen rund um Kosten und Umlage bündelt der Winterdienst-Ratgeber.
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Was die Höhe der Nebenkosten bestimmt
Die Frontlänge
Je länger der Gehweg vor dem Haus, desto höher der Preis. Ein Reihenmittelhaus hat vielleicht 6 Meter. Ein Eckgrundstück hat Gehweg an zwei Seiten und schnell 30 Meter oder mehr. In Essen ist der Gehweg in der vorhandenen Breite zu räumen, höchstens bis 1,20 Meter. Gibt es keinen Gehweg, gilt ein Streifen von 80 Zentimetern.
Die Zahl der Wohnungen
Der Gehweg vor einem Haus mit zwei Wohnungen ist oft kaum kürzer als vor einem Haus mit zwölf. Die Kosten verteilen sich aber auf viel mehr Schultern. Große Häuser verteilen die Kosten deshalb besser. Das sieht man in der Tabelle deutlich.
Zusätzliche Flächen
Hof, Garagenzufahrt, Parkplatz oder ein langer Weg zum Hinterhaus erhöhen die Meterzahl. Prüfen Sie, welche dieser Flächen wirklich im Winter genutzt werden. Nur was genutzt wird, muss sicher sein. Welche Flächen dazugehören, legen Sie in der Räumkarte fest.
Leerstand und Gewerbe
Steht eine Wohnung leer, trägt der Vermieter ihren Anteil. Die übrigen Mieter zahlen dadurch nicht mehr. Hat das Haus einen Laden mit eigenem Kundenparkplatz, gehören diese Meter zum Gewerbe. Beides verändert den Betrag pro Wohnung. Rechnen Sie solche Anteile vorher heraus, dann stimmt die Vorauszahlung.

Warum Durchschnittswerte wenig helfen
Im Internet kursieren viele Durchschnittswerte für Nebenkosten. Für den Winterdienst sind sie wenig aussagekräftig. Die Kosten hängen stark vom einzelnen Haus ab. Dazu kommt: Manche Häuser rechnen den Winterdienst über den Hausmeister ab. Dann taucht er in keiner eigenen Zeile auf. Vergleichen Sie deshalb lieber mit einer konkreten Rechnung für Ihre Meter.
Wer Durchschnittswerte zitiert, sollte die Quelle nennen. Ohne Quelle sind solche Zahlen im Streit mit Mietern wertlos. Ein konkretes Angebot mit Meterpreis ist dagegen jederzeit nachvollziehbar.
Achtung: Achten Sie darauf, dass nichts doppelt auftaucht. Räumt der Hausmeister und zusätzlich ein Dienst, steigen die Nebenkosten ohne Mehrwert. Lesen Sie dazu Hausmeisterkosten oder Winterdienst.
Pauschale oder Einsatzabrechnung: Was ist günstiger?
Viele Anbieter rechnen pro Einsatz oder pro Stunde ab. Im milden Winter kann das günstiger sein. Im harten Winter wird es teuer – und die Vorauszahlung reicht nicht. Die Folge ist eine hohe Nachzahlung.
Eine Saisonpauschale macht die Nebenkosten planbar. Beim Winterdienst von GOTTSCHLING kostet ein harter Winter keinen Cent mehr. Dafür zahlen Sie auch im milden Winter den vollen Betrag. Die Pauschale sichert die Bereitschaft für die ganze Saison – wie eine Versicherung. Eine Übersicht über Preismodelle bietet der Ratgeber Was kostet ein Winterdienst? und die Seite Winterdienst-Preise.
Ist der Preis angemessen? Das Wirtschaftlichkeitsgebot
Als Vermieter müssen Sie auf wirtschaftliche Kosten achten (§ 556 Abs. 3 BGB). Hält ein Mieter die Kosten für zu hoch, muss er das darlegen. Sie sollten aber erklären können, warum Sie diesen Anbieter gewählt haben. Ein fester Meterpreis ist dafür ideal. Mehr dazu im Ratgeber Wirtschaftlichkeitsgebot beim Winterdienst.
Mieter, die den Betrag prüfen wollen, dürfen die Belege einsehen. Wie das abläuft, erklärt Belegeinsicht beim Winterdienst. Streugut als Einzelposten behandelt der Ratgeber Streugut in der Nebenkostenabrechnung.
Der Blick auf den Gegenwert
Rund 8 bis 15 € im Monat pro Wohnung. Dafür muss niemand im Haus morgens um 6 Uhr raus. Niemand muss Säcke schleppen oder Urlaubsvertretungen organisieren. Und der Vermieter hat eine Einsatzdokumentation für den Ernstfall. Dazu kommt: Mieter können ihren Anteil nach § 35a EStG steuerlich geltend machen. 20 % der Arbeitskosten mindern ihre Steuer direkt. Die Rechnung weist diese Arbeitskosten aus.

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Häufige Fragen zu den Winterdienst-Kosten pro Wohnung
Wie hoch sind die Winterdienst-Nebenkosten pro Wohnung?
Bei 39 € netto je Meter kommen Häuser mit vier bis 20 Wohnungen in den Rechenbeispielen auf etwa 8 bis 15 € pro Wohnung und Monat. Kleine Häuser liegen höher.
Was kostet der Winterdienst pro Jahr für ein Mehrfamilienhaus?
Bei 20 Metern sind es 780 € netto oder 928,20 € brutto pro Saison. Das ist der ganze Winter, egal wie viele Einsätze.
Warum zahle ich im kleinen Haus mehr pro Wohnung?
Weil der Gehweg ähnlich lang ist, sich die Kosten aber auf weniger Wohnungen verteilen.
Sind 15 € im Monat für den Winterdienst zu viel?
Das hängt von Meterzahl und Wohnungszahl ab. Rechnen Sie mit der Formel nach: Meter × 39 € × 1,19 ÷ Wohnungen ÷ 12.
Kann ich die Winterdienst-Nebenkosten von der Steuer absetzen?
Mieter und Selbstnutzer können 20 % der Arbeitskosten nach § 35a EStG geltend machen, wenn der Anteil in der Abrechnung ausgewiesen ist.
Fazit
Wie hoch die Nebenkosten für den Winterdienst sind, bestimmen Meter und Wohnungen. Mit einem festen Meterpreis rechnen Sie den Betrag in einer Minute aus. In den Rechenbeispielen liegen Mehrfamilienhäuser bei rund 8 bis 15 € pro Wohnung und Monat. Große Häuser verteilen die Kosten besser, Eckgrundstücke haben mehr Meter. Berechnen Sie jetzt Ihren genauen Betrag.
Die Pflichtbreiten stehen in der Straßenreinigungs- und Winterdienstsatzung der Stadt Essen.