Ein Sondernutzungsrecht ist das Recht eines einzelnen Wohnungseigentümers, eine bestimmte Fläche des Gemeinschaftseigentums allein zu nutzen – etwa einen Stellplatz, einen Gartenanteil oder eine Terrasse. Die Fläche gehört weiter allen, genutzt wird sie aber nur von einem.
Frau M. hat im Kaufvertrag ihrer Eigentumswohnung einen Stellplatz „zur alleinigen Nutzung“. Im Januar liegt dort eine Eisplatte. Ihr Besuch rutscht beim Aussteigen aus. Frau M. sagt: „Der Platz gehört der Gemeinschaft, also räumt die Gemeinschaft.“ Die Gemeinschaft sagt: „Sie nutzen ihn allein, also räumen Sie.“ Wer hat recht?

Was ein Sondernutzungsrecht ausmacht
Die Grundlage bildet das Wohnungseigentumsgesetz. Das Recht selbst entsteht durch die Teilungserklärung oder die Gemeinschaftsordnung. Es wird meist im Grundbuch vermerkt. Typische Flächen sind:
- Kfz-Stellplätze im Hof oder in der Tiefgarage
- Gartenanteile vor Erdgeschosswohnungen
- Terrassen und Dachterrassen
- Kellerersatzräume oder Abstellflächen
Wichtig: Die Fläche bleibt Gemeinschaftseigentum. Der Berechtigte bekommt nur das alleinige Nutzungsrecht. Die anderen Eigentümer dürfen die Fläche nicht mitnutzen. Verkauft der Berechtigte seine Wohnung, geht das Recht in aller Regel auf den Käufer über. Das gilt dann oft auch für die damit verbundenen Pflichten. Weitere Begriffe rund um die WEG erklärt das Winterdienst-Lexikon.
Pflichten regelt die Gemeinschaftsordnung
Mit dem Sondernutzungsrecht können auch Pflichten verbunden sein. Viele Gemeinschaftsordnungen legen fest, dass der Berechtigte die Fläche auf eigene Kosten pflegt und instand hält. Manche regeln ausdrücklich auch den Winterdienst. Andere schweigen dazu.
Deshalb gilt: Lesen Sie Ihre Gemeinschaftsordnung genau. Steht dort, dass der Berechtigte die Fläche unterhält oder räumt, ist er zuständig. Steht dort nichts, liegt der Winterdienst oft weiter bei der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer. Im Zweifel hilft ein klarer Beschluss.
Klare Flächen, klarer Auftrag
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Winterdienst beim Sondernutzungsrecht: Typische Fälle
- Stellplatz im Hof: Liegt er an einem gemeinsamen Weg, räumt die Gemeinschaft oft den Weg, der Nutzer den Platz selbst – wenn die Ordnung das so regelt.
- Garten vor der Wohnung: Führt ein Weg durch den Garten, den nur der Nutzer braucht, liegt die Pflicht häufig bei ihm.
- Zugang über die Sondernutzungsfläche: Müssen andere darüber laufen, etwa Postbote oder Müllabfuhr, wird es kompliziert. Hier ist eine klare Absprache wichtig.
Mehr Fälle beschreibt der Ratgeber Sondernutzungsflächen und Winterdienst.

Achtung: Unklare Zuständigkeiten sind gefährlich. Wenn jeder denkt, der andere räumt, räumt am Ende niemand. Stürzt dann jemand, drohen Streit und Haftung für Gemeinschaft und Nutzer. Lesen Sie dazu Organisationsverschulden.
So schaffen Sie Klarheit
Die beste Lösung ist eine klare Regel für alle Flächen – ob mit oder ohne Sondernutzungsrecht. Die Eigentümerversammlung kann beschließen, wer welche Fläche räumt. Oder sie beauftragt einen Dienst, der alle Flächen übernimmt – auch die mit Sondernutzung. Die Kosten für diese Flächen können dann dem Nutzer zugeordnet werden, wenn die Gemeinschaftsordnung oder ein Beschluss das erlaubt.
- Gemeinschaftsordnung auf Regeln zu Pflege und Winterdienst prüfen
- Offene Punkte in der Versammlung klären
- Flächen in einem Plan einzeichnen
- Die Beauftragung des Dienstes daran ausrichten
Wie ein guter Beschluss aussieht, erklärt der Ratgeber WEG-Beschluss zum Winterdienst.
Alle Flächen in einem Auftrag
15 Meter kosten 585 € netto für die ganze Saison. Einzelne Stellplätze lassen sich nach Metern getrennt ausweisen.
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Ihr Vorteil mit dem Winterdienst von GOTTSCHLING
Der Winterdienst von GOTTSCHLING rechnet nach laufenden Metern ab: 39 € netto je Meter pro Saison. Vor Saisonstart werden die Flächen in einer Räumkarte auf einem Satellitenbild eingezeichnet. So steht genau fest, welche Wege und Plätze geräumt werden – und wie viel davon auf eine einzelne Sondernutzungsfläche entfällt. GOTTSCHLING Immobilien verwaltet rund 4.000 Einheiten und kennt solche Regelungen aus der Praxis.
Jeder Einsatz wird dokumentiert. Das hilft Verwaltern und Eigentümern, falls es doch einmal Streit gibt.

Häufige Fragen zum Sondernutzungsrecht im Winter
Muss ich meinen Stellplatz mit Sondernutzungsrecht selbst räumen?
Das hängt von der Gemeinschaftsordnung ab. Viele verpflichten den Nutzer zur Pflege der Fläche. Steht dort nichts, bleibt der Winterdienst oft bei der Gemeinschaft.
Wem gehört eine Fläche mit Sondernutzungsrecht?
Sie bleibt Gemeinschaftseigentum. Der Berechtigte darf sie nur allein nutzen.
Kann die WEG die Kosten für meinen Stellplatz mir allein zuordnen?
Wenn Gemeinschaftsordnung oder ein Beschluss das vorsehen, ja. Lassen Sie sich die Regelung zeigen.
Kann ein Winterdienst auch Sondernutzungsflächen räumen?
Ja. Beim Winterdienst von GOTTSCHLING werden alle Flächen aus der Räumkarte nach laufenden Metern geräumt.
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Fazit
Ein Sondernutzungsrecht erlaubt einem Eigentümer die alleinige Nutzung einer Gemeinschaftsfläche. Wer dort im Winter räumen muss, regelt die Gemeinschaftsordnung. Steht dort nichts, bleibt die Pflicht oft bei der Gemeinschaft. Klare Beschlüsse und ein Dienst, der alle Flächen übernimmt, verhindern Streit und Lücken. Fordern Sie jetzt Ihr kostenloses Angebot an.