5:40 Uhr. Die Pflegekraft vom Frühdienst parkt, steigt aus und steht auf blankem Eis. Um 7 Uhr kommt der Wäschedienst, um 8 Uhr die ersten Angehörigen, um 9:15 Uhr der Rettungswagen für Herrn B. aus Zimmer 214. Alle nutzen dieselbe Zufahrt, denselben Eingang, denselben Weg. Ist er sicher?
Ein Winterdienst für Pflegeheime muss mehr leisten als ein Winterdienst am Wohnhaus. Bewohner sind besonders sturzgefährdet, Rettungsdienst und Lieferanten brauchen freie Zufahrten, und das Personal kommt lange vor 7 Uhr. Der Winterdienst von GOTTSCHLING Immobilien räumt und streut Gehwege, Zufahrten, Eingänge und Wege auf dem Gelände nach Essener Satzung. Jeder Einsatz wird dokumentiert – für Träger, Versicherung und Aufsicht. Der Preis ist fest: 39 € netto je laufendem Meter für die ganze Saison.

Warum eine Pflegeeinrichtung besonders geschützt sein muss
In kaum einer Einrichtung ist ein Sturz so folgenschwer. Viele Bewohner haben Osteoporose, Gangunsicherheit oder Demenz. Ein Oberschenkelhalsbruch kann für einen hochbetagten Menschen das Ende der Mobilität bedeuten. Aber nicht nur Bewohner sind betroffen:
- Bewohner beim Spaziergang im Garten oder auf dem Weg zum Taxi.
- Angehörige und Besucher, oft selbst schon älter.
- Pflegepersonal im Früh- und Spätdienst, im Dunkeln unterwegs.
- Rettungsdienst mit Trage und Ausrüstung.
- Lieferanten für Küche, Wäsche, Apotheke und Medizinprodukte.
- Therapeuten und Ärzte, die das Haus regelmäßig besuchen.
Worauf es bei rollstuhl- und rollatorgerechten Wegen im Winter ankommt, erklärt der Ratgeber Barrierefreier Zugang im Winter.
Zufahrt für Rettungsdienst und Lieferanten
Ein Rettungswagen, der nicht bis vor die Tür kommt, verliert Zeit. Eine Trage, die über Eis geschoben werden muss, gefährdet Patient und Personal. Deshalb gehören Zufahrten, Wendeflächen und Anfahrzonen in jede Winterplanung. Auch Feuerwehrzufahrten müssen im Ernstfall nutzbar sein. Mehr dazu unter Feuerwehrzufahrt im Winter.
Lieferanten kommen meist früh: Küche und Wäsche oft vor 7 Uhr. Ein Lieferfahrzeug, das auf der Zufahrt hängen bleibt, blockiert schnell alles andere. Legen Sie deshalb fest, welche Wege zuerst frei sein müssen: meist Anfahrt, Haupteingang und Personalzugang, danach Gartenwege und Parkflächen. Mit dem Pluspaket ist Ihre Einrichtung zudem in der ersten Tour dabei.
Sichere Wege für Bewohner, Personal und Rettungsdienst
Gehwege, Zufahrten und Eingänge nach Plan geräumt – zum festen Saisonpreis. Berechnen Sie jetzt Ihre Meter.
Lieber persönlich? +49 201 45 875 433
Früher Schichtbeginn: die Zeitfrage
Die Essener Satzung verlangt, dass Schnee aus der Nacht werktags bis 7 Uhr und sonn- und feiertags bis 8 Uhr vom öffentlichen Gehweg verschwunden ist. Tagsüber wird unverzüglich nach dem Ende des Schneefalls geräumt. Für ein Pflegeheim reicht das oft nicht. Der Frühdienst beginnt häufig um 6 Uhr oder früher. Die Rechtsprechung knüpft die Streupflicht an das Einsetzen des Verkehrs (OLG Hamm, 21.12.2012, I-9 U 38/12). Wo Menschen früh unterwegs sind, kann früher gesichert werden müssen.
Besonders kritische Wege zeichnen Sie vor Saisonstart auf der Räumkarte ein. So sind sie im Angebot und in der Planung klar erfasst.
Achtung: Stürzt eine Pflegekraft auf dem Weg zum Dienst auf dem Gelände, kann das ein Arbeitsunfall sein. Die Unfallversicherung prüft dann auch, ob der Weg gesichert war. Stürzt ein Besucher, fordert dessen Krankenkasse ihre Behandlungskosten oft vom Verantwortlichen zurück (§ 116 SGB X). Umso wichtiger sind lückenlose Nachweise über jeden Einsatz.
Winterdienst für Pflegeheime: Das ist enthalten
- Öffentlicher Gehweg nach Essener Satzung, bis 1,20 m breit.
- Zufahrten und Anfahrzonen für Rettungsdienst und Lieferanten.
- Haupteingang, Nebeneingänge, Rampen – barrierefrei nutzbar.
- Wege im Gelände, etwa zum Garten, zur Kapelle oder zum Personalparkplatz.
- Parkplätze für Personal und Besucher, wenn Sie sie auf der Räumkarte einzeichnen.
- Salzfreies Streuen mit abstumpfendem Streugut – schont Grünanlagen und Bäume.
- Einsatzdokumentation mit Datum und Uhrzeit.
Welche Flächen wie wichtig sind, legen Sie in einer Leistungsbeschreibung fest. Wie das aussieht, zeigt der Ratgeber Leistungsbeschreibung Winterdienst.

Rechenbeispiel: mittelgroße Einrichtung
Eine Pflegeeinrichtung mit 30 Metern Gehweg an der Straße, 20 Metern Zufahrt bis zum Eingang und 10 Metern Weg zum Personalparkplatz:
| Posten | Betrag |
|---|---|
| 60 m × 39 € netto, ganze Saison | 2.340 € netto |
| zzgl. 19 % USt | 2.784,60 € brutto |
| pro Monat (Saison November bis Mitte April) | rund 506 € brutto |
Der Betrag ist fest, egal ob es 10 oder 50 Einsätze werden. Für das Budget der Einrichtung ist das ein planbarer Posten ohne Nachforderung nach einem harten Winter. Streugut und Anfahrt sind inklusive. Breite Zufahrten oder Wendeflächen kommen auf die Räumkarte, damit das Angebot genau passt.
Dokumentation für Träger, Versicherung und Aufsicht
Nach einem Sturz wird gefragt: Wann wurde geräumt? Wann gestreut? Wer war zuständig? Ohne Belege ist das kaum zu beantworten. Jeder Einsatz wird deshalb mit Datum und Uhrzeit dokumentiert. Die Einrichtungsleitung kann die Nachweise für Versicherung, Träger oder Behörden vorlegen. Wie eine gute Winterdienst-Dokumentation aussieht, erklärt der Ratgeber Winterdienst-Dokumentation.
Ihr Pflegepersonal bleibt bei den Bewohnern, das Räumen übernimmt ein Team. Jeder Einsatz wird dokumentiert. Die Pflicht, den Dienst sorgfältig auszuwählen und zu kontrollieren, bleibt bei der Einrichtung (BGH, 22.01.2008, VI ZR 126/07). Mit Vertrag, Räumkarte und Einsatzdokumentation erfüllen Sie sie einfach. Kommt es trotzdem zu einem Unfall, steht der Winterdienst mit seiner Betriebshaftpflicht über 3 Millionen Euro Deckung bei der DEVK dafür ein. Was Ihre Betriebshaftpflicht bei Glätteunfällen leistet, lesen Sie im Ratgeber Betriebshaftpflicht bei Glätte.

Entlastung für Haustechnik und Pflege
In manchen Häusern räumt bisher der Haustechniker – allein, mit einer kleinen Fräse, auf einem großen Gelände. Fällt er aus, springt jemand aus der Pflege ein. Das bindet genau die Menschen, die eigentlich bei den Bewohnern gebraucht werden. Ein externer Dienst schafft hier spürbar Luft für alle Beteiligten. Der Haustechniker kann sich um Heizung, Wasser und Aufzüge kümmern, die im Winter genug Arbeit machen.
Eisregen und Extremlagen
Bei Eisregen wird es auf jedem Weg gefährlich. Die Satzung erlaubt auf öffentlichen Gehwegen dann ausnahmsweise auftauende Mittel, wenn abstumpfende nicht reichen – außer an Bäumen und Grün. Wie Sie sich als Einrichtung auf solche Tage vorbereiten, zeigt der Ratgeber Auf Eisregen vorbereiten. Für Wohnanlagen mit Service gibt es eine eigene Seite: Winterdienst für betreutes Wohnen. Die Regeln der Stadt Essen finden Sie in der Straßenreinigungs- und Winterdienstsatzung der Stadt Essen.
Planbar durch den Winter – für die ganze Einrichtung
Festpreis nach Metern, Einsätze dokumentiert, Personal entlastet. Fordern Sie jetzt ein Angebot für Ihr Haus an.
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Häufige Fragen von Pflegeeinrichtungen
Wer ist bei einem Pflegeheim für den Winterdienst verantwortlich?
Für den öffentlichen Gehweg der Grundstückseigentümer nach der Essener Satzung. Für Zufahrten, Eingänge und Wege auf dem Gelände trägt der Betreiber die Verkehrssicherungspflicht. Ist die Einrichtung Mieterin, regelt der Mietvertrag die Aufteilung.
Wird vor dem Frühdienst geräumt?
Nach der Satzung muss der Gehweg werktags bis 7 Uhr frei sein. Beginnt Ihr Frühdienst eher, hilft das Pluspaket: Ihre Einrichtung ist dann in der ersten Tour dabei.
Was kostet der Winterdienst für eine Pflegeeinrichtung?
39 € netto je laufendem Meter und Saison. Für 60 Meter sind das 2.340 € netto, zzgl. USt, für die ganze Saison.
Werden auch Zufahrten für den Rettungsdienst geräumt?
Ja, wenn Sie sie angeben. Zufahrten, Anfahrzonen und Eingänge gehören in einer Pflegeeinrichtung zu den wichtigsten Flächen.
Wird salzfrei gestreut?
Ja, mit abstumpfendem Streugut. Das entspricht der Essener Satzung und schont Grünanlagen, Bäume und Bodenbeläge.
Gibt es Nachweise über die Einsätze?
Ja. Jeder Einsatz wird mit Datum und Uhrzeit dokumentiert. Die Nachweise können Sie für Versicherung, Träger oder Aufsicht nutzen.
Fazit
In einer Pflegeeinrichtung kann ein Sturz auf Glätte schwere Folgen haben – für Bewohner, Besucher und Personal. Zufahrten müssen für Rettungsdienst und Lieferanten frei sein, und der Frühdienst beginnt lange vor 7 Uhr. Ein Winterdienst für Pflegeheime mit Festpreis und lückenloser Dokumentation macht die Wege sicher und die Kosten planbar. Fordern Sie jetzt Ihr kostenloses Angebot an.