Räumkarte beim Winterdienst: Was geräumt wird – schwarz auf weiß

Der Mann vom Winterdienst hat den Gehweg geräumt. Sauber, pünktlich, alles gut. Nur die drei Stufen zur Haustür hat er nicht angefasst – „die waren nicht besprochen“. Um 8 Uhr rutscht der Briefträger genau dort aus. Wer hätte die Treppe räumen müssen?

Genau solche Streitfälle verhindert eine Räumkarte. Die Räumkarte ist ein Satellitenbild Ihres Grundstücks, auf dem jede Fläche eingezeichnet ist, die geräumt und gestreut wird: Gehweg, Zuweg, Außentreppe, Garagenzufahrt, Mülltonnenweg, Hydrant und Gully. Sie legt vor Saisonstart schwarz auf weiß fest, was zum Auftrag gehört. Und sie ist zugleich Ihr Beleg, dass Sie den Winterdienst sorgfältig ausgewählt und klar beauftragt haben.

Räumkarte Winterdienst: geräumter Gehweg vor einem Haus in Essen

Was ist eine Räumkarte?

Sie ist die Landkarte Ihres Winterdienstes. Grundlage ist ein Luftbild von oben. Darauf werden die Flächen farbig markiert, um die sich der Winterdienst kümmert. Jede Fläche bekommt eine Länge in Metern.

Beim Winterdienst von GOTTSCHLING Immobilien wird die Karte vor Saisonstart gemeinsam mit Ihnen erstellt. Sie sehen, was drin ist. Sie sehen, was nicht drin ist. Und Sie entscheiden bei jeder Fläche selbst, ob sie dazugehört.

Diese Flächen können eingezeichnet werden

  • Gehweg vor dem Grundstück: Pflicht nach der Essener Satzung, in der vorhandenen Breite, höchstens 1,20 m.
  • Zuwege und Hauseingang: der Weg vom Gehweg bis zur Haustür.
  • Außentreppen: Stufen gehören zu den gefährlichsten Stellen im Winter.
  • Garagenzufahrt: damit Sie und Ihre Mieter sicher raus- und reinkommen.
  • Weg zur Mülltonne: damit die Tonnen auch bei Eis und Schnee bereitgestellt und geleert werden können.
  • Hydranten und Gullys: Die Satzung verlangt, sie von Schnee und Eis frei zu halten.
  • Parkplatzstreifen: etwa vor Praxen, Läden oder Mehrfamilienhäusern.

Welche Flächen Sie in Essen überhaupt räumen müssen, erklärt die Frage Bis wohin muss ich Schnee räumen? Zum Mülltonnenweg gibt es eine eigene Antwort: Muss ich den Weg zur Mülltonne räumen?

Warum die Räumkarte Streit verhindert

Die meisten Konflikte im Winterdienst entstehen nicht durch Faulheit. Sie entstehen durch Missverständnisse. „Ich dachte, die Treppe ist dabei.“ „Die Zufahrt stand nicht im Vertrag.“ Solche Sätze fallen oft erst, wenn schon jemand gestürzt ist.

Mit einer eingezeichneten Karte gibt es diese Diskussion nicht. Was eingezeichnet ist, wird geräumt und gestreut. Was nicht eingezeichnet ist, gehört nicht zum Auftrag. Das ist für beide Seiten fair. Und es ist für jeden Mitarbeiter im Einsatz sofort klar – auch morgens um 5 Uhr im Dunkeln.

Vereiste Außentreppe: ohne Räumkarte oft eine Haftungslücke

Achtung: Die gefährlichsten Lücken liegen oft nicht am Gehweg, sondern an Treppen, Zufahrten und Nebenwegen. Wer dort nicht klar geregelt hat, wer räumt, trägt das Risiko selbst.

Ihre Flächen, Ihr Festpreis

Messen Sie grob nach, geben Sie die Meter ein und sehen Sie sofort Ihren Saisonpreis. Die genaue Karte entsteht danach gemeinsam mit Ihnen.

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Räumkarte und Haftung: Ihr Nachweis der sorgfältigen Beauftragung

Sie dürfen den Winterdienst an einen Fachbetrieb abgeben. Bei Ihnen bleiben aber Auswahl- und Kontrollpflichten (BGH, 22.01.2008, VI ZR 126/07). Das OLG Hamm verlangt „sorgfältige Auswahl, gründliche Anweisung über die Art des Streuens und Überwachung“ (21.12.2012, I-9 U 38/12).

Genau hier hilft die Karte. Sie zeigt: Sie haben genau festgelegt, welche Flächen geräumt werden. Zusammen mit dem schriftlichen Vertrag und der Einsatzdokumentation belegen Sie so Ihre Sorgfalt. Kommt es trotzdem zu einem Unfall, steht der Winterdienst von GOTTSCHLING mit seiner Betriebshaftpflicht über 3 Millionen Euro Deckung bei der DEVK dafür ein. Ihr Haftungsrisiko ist damit praktisch abgesichert.

Warum dieser Nachweis so viel wert ist, zeigt der Ratgeber zur Haftungskette nach einem Glätteunfall. Den Fachbegriff für die Lücke, die bei schlechter Auswahl entsteht, finden Sie im Lexikon unter Auswahlverschulden.

Räumkarte statt Skizze: warum das Luftbild besser ist

Viele Verträge enthalten nur einen Satz wie „Gehweg vor dem Haus“. Das klingt klar. Ist es aber nicht. Gehört die Ecke zur Nebenstraße dazu? Der Streifen neben der Garage? Der schmale Weg hinter das Haus?

Ein Luftbild zeigt die echten Maße und die echte Lage. Eine Handskizze kann das nicht. Bei einem Eckgrundstück sehen Sie sofort beide Seiten. Bei einem Mehrfamilienhaus mit mehreren Eingängen sehen Sie jeden einzelnen Zuweg. Und als Vermieter oder Beirat können Sie das Bild Ihren Mietern oder der Eigentümerversammlung zeigen. Jeder weiß dann, was der Winterdienst übernimmt – und was nicht. Für Eckgrundstücke gibt es eine eigene Antwort: Muss ich am Eckgrundstück beide Seiten räumen?

Wie aus der Räumkarte die laufenden Meter entstehen

Der Preis beim Winterdienst von GOTTSCHLING richtet sich nach laufenden Metern. Die Karte liefert diese Meter. Jede eingezeichnete Fläche wird auf dem Satellitenbild ausgemessen. Die Längen werden addiert. Das Ergebnis ist Ihre Meterzahl für die ganze Saison.

Eingezeichnete Fläche Beispiel
Gehweg vor dem Grundstück 15 m
Zuweg bis zur Haustür 8 m
Weg zur Mülltonne 5 m
Summe 28 m
Basispaket (39 € netto je Meter) 1.092 € netto / 1.299,48 € brutto pro Saison

Streugut, Anfahrt und jeder einzelne Einsatz sind enthalten. Es gibt keine Zuschläge. Ob es 10 oder 50 Mal glatt wird, ändert am Preis nichts. Was ein laufender Meter genau ist, erklärt das Lexikon unter laufender Meter. Wie Sie vorab selbst grob messen, zeigt der Ratgeber Winterdienst-Fläche richtig messen.

Laufende Meter aus der Räumkarte im Online-Rechner eingeben

Ablauf: So entsteht Ihre Räumkarte

  1. Preis berechnen: Sie geben im Online-Rechner Ihre geschätzten Meter ein und sehen sofort den Festpreis.
  2. Satellitenbild öffnen: Ihr Grundstück wird auf dem Luftbild aufgerufen.
  3. Flächen einzeichnen: Gemeinsam mit Ihnen werden Gehweg, Zuwege, Treppen, Zufahrten und Mülltonnenweg markiert.
  4. Prüfen und bestätigen: Sie sehen das fertige Bild und geben es frei. Nichts ist versteckt.
  5. Vertrag und Saisonstart: Die Karte wird Teil des Auftrags. Ab Saisonstart räumt das Team genau diese Flächen – nach den Zeiten der Essener Satzung.
  6. Dokumentieren: Jeder Einsatz wird festgehalten. So passen Plan und Einsatznachweis zusammen.

Ändert sich etwas, etwa durch eine neue Zufahrt, wird die Karte angepasst. Welche Punkte außerdem in einen guten Auftrag gehören, zeigt der Ratgeber Winterdienst-Vertrag: darauf kommt es an. Weitere Themen finden Sie im Winterdienst-Ratgeber.

Keine Lücke mehr zwischen Haustür und Gehweg

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Häufige Fragen zur Räumkarte

Was kostet die Räumkarte?

Sie ist Teil des Angebots. Sie zahlen nur den Saisonpreis von 39 € netto je laufendem Meter, also 46,41 € brutto.

Muss ich die Räumkarte selbst zeichnen?

Nein. Die Karte wird gemeinsam mit Ihnen auf einem Satellitenbild erstellt. Sie prüfen sie und geben sie frei.

Kann ich einzelne Flächen weglassen?

Ja. Jede Fläche kann aufgenommen oder weggelassen werden. Den Gehweg vor dem Grundstück müssen Sie in Essen aber in jedem Fall räumen lassen oder selbst räumen.

Hilft die Räumkarte bei einem Unfall?

Ja. Sie belegt zusammen mit Vertrag und Einsatzdokumentation, dass Sie den Winterdienst sorgfältig ausgewählt und klar beauftragt haben.

Was passiert, wenn sich mein Grundstück ändert?

Dann wird die Karte angepasst. Neue Flächen fließen in die laufenden Meter ein.

Fazit

Eine Räumkarte klärt vor dem ersten Schnee, was geräumt wird – vom Gehweg bis zum Mülltonnenweg. Sie verhindert Streit, schließt Lücken an Treppen und Zufahrten und liefert die laufenden Meter für Ihren Festpreis. Vor allem aber ist sie Ihr Beleg für eine sorgfältige Beauftragung. Fordern Sie jetzt Ihr Angebot mit Räumkarte an oder rufen Sie an: +49 201 45 875 433.